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Künstliche Intelligenz bei Axon: Was uns erwartet

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Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, kurz AI) ist in der Technologie ein wichtiges Thema und hat das Potenzial, die Strafverfolgung drastisch zu beeinflussen. Schlagzeilen in der jüngsten Vergangenheit haben die damit einhergehenden Möglichkeiten und Risiken betont. Wir möchten mit Ihnen gerne den Plan von Axon für AI vorstellen sowie die dazugehörigen Maßnahmen, die wir zur verantwortungsvollen Implementierung dieser Technologie ergreifen.

Laut denken

Unsere Rolle in Bezug auf die öffentliche Sicherheit basiert auf Innovation. Wir denken immer voraus. Bevor wir jemanden im Bereich der AI haben arbeiten lassen, hat sich Axon gefragt, wie sich diese im Laufe der Jahre auf die Kunden auswirken könnte. Im Hinblick auf die Anwendung der AI im Bereich der Strafverfolgung waren wir in den letzten Interviews und Mitteilungen sehr spekulativ. Viele Menschen, darunter auch Kunden und die Öffentlichkeit, haben uns gefragt, ob die Gesichtserkennung zur Überwachung eingesetzt werden soll, angesichts dessen, dass die Gesellschaft als Ganze diese Maßnahmen noch nicht durchdacht hat. Das bedeutet nicht, dass wir diese Dinge derzeit oder irgendwann in der Zukunft entwickeln werden.

Von der Spekulation zur Wirklichkeit

Nach dem Erwerb von zwei Forschungsteams für maschinelles Lernen, Dextro und Misfit, ist Axon zum ersten Mal in der Lage, erstklassige AI anzuwenden und ist somit einzigartig positioniert, um AI für das Gemeinwohl einzusetzen. Diese Verantwortung nehmen wir ernst. Das Team hat den Wechsel von umfassender Spekulation hin zu einem tatsächlichen Plan gemeistert, der auf die Lösung echter Probleme in der öffentlichen Sicherheit konzentriert ist.

Nun, da wir ein formales Verfahren besitzen, ziehen wir einen Schlussstrich unter die frühere Spekulation um die AI und konzentrieren uns auf den neuen Plan der Dextro- und Misfit-Teams, deren Schwerpunkt auf der Abschaffung von Schreibarbeit und der Automatisierung mühsamer Back-Office-Arbeitsabläufe wie der Redaktion liegt.

Seit der Bildung im Februar hat sich das Team auf eine Neudefinierung unserer Vision und ethischer Richtlinien für die Zukunft konzentriert. Wir sind uns der Komplexität und Sensibilität im Hinblick auf die Technologie in der Strafverfolgung voll und ganz bewusst und fühlen uns verpflichtet, es richtig zu machen. Wir nehmen die Privatsphäre äußerst ernst und würden daher nie ein Produkt freigeben, bei dem noch datenschutzrechtliche Bedenken hinsichtlich Strafverfolgungsbeamten oder Privatbürgern offen sind. Dazu setzen wir einen vollkommen unabhängigen, öffentlichen AI-Ethikrat ein, der uns leiten soll. In den kommenden Wochen werden wir die Mitglieder des Rates bekanntgeben, darunter anerkannte Denker aus den Bereichen Bürgerrecht, Datenschutz, AI-Ethik und Gemeinschaft. Wir werden mit ihnen an einer Reihe von wichtigen AI-Grundsätzen arbeiten und die Ergebnisse veröffentlichen.

Unser Schwerpunkt: Arbeitsabläufe, keine Entscheidungen

Noch bevor wir den Ethikrat zusammenstellen und diese Grundsätze definieren, möchten wir mühsame Arbeitsabläufe beschleunigen und die Entscheidungsfindung den Beamten und Behörden überlassen. Ein Beispiel für einen Arbeitsablauf, der beschleunigt werden kann, ist die Prüfung von Video-Aufnahmen durch einen Vorgesetzten. Ein Beispiel für eine Entscheidung, die außerhalb unseres Bereichs liegt, ist das Erkennen von Kriminalität.

Vor diesem Hintergrund konzentrieren wir unsere neue AI-Initiative auf eine der größten Herausforderungen in der Strafverfolgung: Wir werden Schreibarbeiten im Außendienst überflüssig machen und die Zeit, die Beamte für den Dienst an der Gemeinschaft verwenden können, verdreifachen. Zur Erreichung dieses Ziels werden sich unsere Forscher den folgenden drei Bereichen widmen:

  1. Automatisierte Redaktion, um Aufnahmen schneller mit der Öffentlichkeit teilen zu können und gleichzeitig die Privatsphäre der auf Video erfassten Bürger zu schützen.
  2. Automatisierte Transkription, um handschriftliche Anmerkungen überflüssig zu machen, sodass sich Beamte mit der Gemeinschaft befassen und in diese hineinversetzen können.
  3. Automatisiertes Reporting, um Sachverhalte direkt aus Video- und Audiomaterial zu erfassen, sodass sich Beamte dem Dienst für die Gemeinschaft widmen können.

Wir konzentrieren uns auf die Automatisierung von Aufgaben, die für Strafverfolgungsbeamte sehr zeitaufwendig sind. Axon möchte keine Welt mit roboterhaften Beamten. Wir zielen auf das Gegenteil ab – durch die Abschaffung handschriftlicher Anmerkungen und endlosen Stunden Tipparbeit können Beamte auf der Straße präsent sein, Beziehungen aufbauen und menschlicher sein. Unsere Technologie soll persönlichere Interaktionen ermöglichen, um sicherere und stärkere Gemeinschaften aufzubauen.

Rick Smith
CEO und Gründer von Axon